Suche
nach Kursen
 Aktien
 Fonds
 Zertifikate
 Optionsscheine
 Optionen & Futures
nach Artikeln
alle Artikel
nur Analysen
nur News
als Quelle
 
WKN/ISIN/Symbol/Name

Login Depot + Forum
 
Passwort vergessen?


   
Aktuelle Kursinformationen ()
Kurs Vortag Veränderung Datum/Zeit
-   -   0 0 % /
 
ISIN WKN Jahreshoch Jahrestief
-   -  
 
 
 

FUCHS PETROLUB VZ halten


06.04.2009
Bankhaus Lampe

Düsseldorf (aktiencheck.de AG) - Marc Gabriel, Analyst vom Bankhaus Lampe, stuft die Aktie von FUCHS PETROLUB (ISIN DE0005790430 / WKN 579043, VZ) weiterhin mit dem Rating "halten" ein.

Im Jahr 2008 habe der FUCHS PETROLUB-Konzern sein bisher zweitbestes Ergebnis erzielt, allerdings die Spitzenwerte des Jahres 2007 nicht wiederholen oder übertreffen können. Grund sei der Einbruch der Weltkonjunktur infolge der Finanzmarktkrise im zweiten Halbjahr 2008, der sich insbesondere im vierten Quartal 2008 gravierend bemerkbar gemacht habe. Nach dem der Umsatz zum Dreivierteljahr noch um 5,1% gestiegen sei, sei er im letzten Quartal um 3% gefallen, sodass der Gesamtumsatz um 2,1% auf 1,4 Mrd. Euro habe zulegen können. Trotz des Rückgangs im vierten Quartal habe der Konzern im Jahr 2008 ein zufriedenstellendes Ergebnis nach Steuern von 110,3 Mio. Euro erwirtschaftet (Vorjahr: 120,3 Mio. Euro). Der Rückgang um 8,3% relativiere sich auf -4,3% beim Ergebnis je Aktie, bedingt durch die reduzierte Aktienzahl infolge des Rückkaufs eigener Aktien.

Nach einem unbefriedigenden vierten Quartal habe das Bruttoergebnis im Gesamtjahr den Vorjahreswert nicht erreicht. Mit 488,1 Mio. Euro (Vorjahr: 509,2 Mio. Euro) seien dies 4,1% weniger als im Vorjahr gewesen. Die Bruttomarge sei vor allem angesichts eines preisgetriebenen Umsatzanstiegs auf 35,0% (Vorjahr: 37,3%) zurückgegangen. Innerhalb der Vertriebs-, Verwaltungs- sowie F+E-Aufwendungen seien inflationäre Tendenzen insbesondere bei Löhnen und Gehältern sowie Frachten zu verzeichnen gewesen. Trotzdem seien diese Aufwendungen, unterstützt von Währungseinflüssen, um 2,4 Mio. Euro zurückgegangen (-0,8%).

Damit sei ein operatives Ergebnis von 174,8 Mio. Euro (Vorjahr: 193,5 Mio. Euro) erzielt worden. Die operative Marge habe sich von 14,2% auf 12,5% reduziert. Das sonstige betriebliche Ergebnis trage den gestiegenen Risiken aus möglichen Forderungsverlusten mit einer erhöhten Wertberichtigung von 5 Mio. Euro Rechnung. Der Saldo habe sich auf -6,0 Mio. Euro belaufen (Vorjahr: -0,6 Mio. Euro). Das EBIT habe 171,7 Mio. Euro erreicht (Vorjahr: 195,2 Mio. Euro). Das entspreche einem Rückgang um 12%, die EBIT-Marge mache 12,3% (Vorjahr: 14,3%) aus. Trotz Aktienrückkaufs und gestiegener Betriebsmittelfinanzierung sei das Finanzergebnis aufgrund niedrigerer Zinssätze mit -8,9 Mio. Euro (Vorjahr: -8,5 Mio. Euro) nahezu auf Vorjahresniveau verblieben.

Der Steueraufwand sei mit 52,5 Mio. Euro (Vorjahr: 66,4 Mio. Euro) rückläufig gewesen, nicht zuletzt da die Steuerquote infolge von Steuerreformen in Deutschland und einigen anderen europäischen Ländern um 3,4%-Punkte auf 32,2% zurückgegangen sei. Das Nachsteuerergebnis von 110,3 Mio. Euro (Vorjahr: 120,3 Mio. Euro) habe einer Nachsteuerrendite entsprochen bezogen auf den Umsatz von 7,9%, die damit um 0,8%-Punkte unter dem Vorjahreswert gelegen habe. FUCHS PETROLUB gehe solide finanziert in das schwierige Jahr 2009. Trotz des Rückkaufs eigener Aktien sowie der Umstellung der Pensionsverpflichtungen, deren versicherungsmathematische Gewinne und Verluste zukünftig erfolgsneutral im Eigenkapital verrechnet werden könnten, habe der Konzern eine hohe Eigenkapitalquote von 44,8%.


Auf der Analystenkonferenz am 27.03.2009 habe CEO Stefan Fuchs berichtet, dass die Geschäftsentwicklung in den beiden ersten Monaten des Jahres 2009 in hohem Maße unbefriedigend geblieben sei. Die Kunden würden weiterhin ihre Vorratsbestände reduzieren und angesichts der eigenen schlechten Auftragslage weniger bestellen. Dabei würden sich aktuell kaum regionale Unterschiede feststellen lassen, vielmehr sei aus Ländern, die bisher von der Weltrezession wenig berührt gewesen seien, ebenfalls über rückläufige Umsätze berichtet worden.

Nachdem im Jahr 2008 die Turbulenzen an den Finanzmärkten deutlich stärkere Auswirkungen auf die Realwirtschaft gehabt hätten als erwartet, sei eine Prognose über die Entwicklung der Weltwirtschaft im Jahr 2009 sehr schwierig. Jedoch erwarte der Konzern aufgrund der weltweiten Rezession in 2009 rückläufige Umsätze in allen Regionen. Mit der Fortsetzung des disziplinierten Kostenmanagements versuche das Unternehmen, den rückläufigen Umsätzen entgegenzuwirken. Dabei setze der Vorstand von FUCHS PETROLUB weiterhin auf die Vertriebsstärke und die Kompetenz der Mitarbeiter. Zudem sehe man sich in der Lage, in diesen Krisenzeiten, die Konsolidierung innerhalb der Branche weiter treibend voranzuführen.

Viele der Wettbewerber würden die Krise nicht überleben, da sie bereits vor der Krise nur mit Margen von 1,5% nur mehr schlecht als recht gelebt hätten. FUCHS dagegen sei in einer hervorragenden finanziellen Verfassung, sodass sich das Unternehmen auch über Akquisitionen in Westeuropa und Nordamerika verstärken könne. Die Entspannung bei den Rohstoffpreisen sollte die Entwicklung des EBIT ebenfalls stützen. Bei der Cashentwicklung wolle man wieder an die gute Cash-flow-Generierung der Vorjahre anknüpfen. Ziel sei ein freier Cash-flow von über 50 Mio. Euro im laufenden Jahr (ohne Berücksichtigung von Akquisitionen). Weitere Aktienrückkäufe seien aktuell nicht geplant.

Bei den Investitionen in Sachanlagen werde in diesem Jahr die Fertigstellung der Werkserweiterung in Kaiserslautern abgeschlossen und die Investitionen in das F+E- und Vertriebszentrum in Mannheim würden im zweiten Quartal beginnen. Auch in Indien sei der Start des Werksneubaus für 2009 geplant. Um für die Herausforderungen der Zukunft gerüstet zu sein, würden diese strategischen Investitionen durchgeführt. Sofern erforderlich und sinnvoll, erfolge jedoch eine zeitliche Streckung. FUCHS gehe in einer robusten Verfassung in ein schwieriges Jahr 2009 und vertraue auf sein bewährtes Geschäftsmodell. Gleichwohl erwarte der Konzern, dass das Vorjahresergebnis nicht erreicht werde.

Das Unternehmen arbeite weiterhin an möglichen Schwachstellen, werde sein diszipliniertes Kostenmanagement fortsetzen und die jeweils erforderlichen Maßnahmen ergreifen. Man erwarte, dass das Familienunternehmen die Gelegenheit nutzen werde, um über Akquisitionen zu wachsen. Für das laufende Jahr rechne man mit einer Stabilisierung der Margen im Jahresverlauf, wenn die Kostensenkungsmaßnahmen greifen würden. Beim Personalbestand plane das Unternehmen den Abbau von jedem zehnten Mitarbeiter.

Die Analysten vom Bankhaus Lampe bewerten die FUCHS PETROLUB-Aktie unverändert mit dem Rating "halten". Das Kursziel werde von 26,00 Euro auf 30,00 Euro angehoben. (Studie "MDAX-Guide Frühjahr 2009" vom 06.04.2009) (06.04.2009/ac/a/d)




Erweiterte Funktionen
Artikel drucken Artikel drucken
Weitere Analysen & News mehr
21.03.2024, ZertifikateJournal
HSBC-Turbo-Optionsschein auf FUCHS: Mutige springen auf! Optionsscheinenews
30.07.2020, ZertifikateJournal
Open End Turbo Put-Optionsschein auf FUCHS PETROLUB: Gewinn schmiert ab - Optionsscheineanalyse
11.07.2019, ZertifikateJournal
FUCHS PETROLUB: Schwierige Zeiten - HVB-Discount Put halten! Optionsscheinenews
09.05.2019, ZertifikateJournal
Discount Put auf FUCHS PETROLUB: Aktie steuert auf ihr Mehrjahrestief zu - Optionsscheineanalyse
02.11.2018, ZertifikateJournal
Discount Put auf FUCHS PETROLUB: Die Flaute in der Automobilbranche trifft auch FUCHS PETROLUB - Optionsscheineanalyse
 

Copyright 1998 - 2026 optionsscheinecheck.de, implementiert durch ARIVA.DE AG